Die Formel: Gehalt ÷ Monatsstunden
Der Stundenlohn ergibt sich aus dem Monatsgehalt geteilt durch die durchschnittlichen Monatsstunden:
Ein Jahr hat 52 Wochen, ein Quartal also 13 Wochen bei 3 Monaten – daher der Faktor 13/3 ≈ 4,33 Wochen pro Monat. Bei einer 40-Stunden-Woche sind das 40 × 13 ÷ 3 = 173,33 Monatsstunden.
Beispiel: 3.200 € brutto bei 40 Wochenstunden → 3.200 × 3 ÷ (13 × 40) = 9.600 ÷ 520 = 18,46 € pro Stunde.
Warum nicht × 4 Wochen rechnen?
Der häufigste Fehler: Monatsgehalt durch „4 Wochen × 40 Stunden = 160 Stunden“ teilen. Ein Monat hat aber im Schnitt 4,33 Wochen – wer mit 160 statt 173,33 Stunden rechnet, überschätzt seinen Stundenlohn um rund 8 %. Bei 3.200 € wären das 20,00 € statt korrekt 18,46 €.
Beispieltabelle: Stundenlohn nach Gehalt und Wochenstunden
| Monatsgehalt (brutto) | 35 h/Woche | 38,5 h/Woche | 40 h/Woche |
|---|---|---|---|
| 2.500 € | 16,48 € | 14,99 € | 14,42 € |
| 3.000 € | 19,78 € | 17,98 € | 17,31 € |
| 3.500 € | 23,08 € | 20,98 € | 20,19 € |
| 4.000 € | 26,37 € | 23,98 € | 23,08 € |
| 4.500 € | 29,67 € | 26,97 € | 25,96 € |
| 5.000 € | 32,97 € | 29,97 € | 28,85 € |
Brutto-Stundenlöhne nach der Formel × 3 ÷ 13, kaufmännisch gerundet.
Mindestlohn und Minijob-Grenze
| Jahr | Mindestlohn | Minijob-Grenze |
|---|---|---|
| 2025 | 12,82 € | 556 € |
| 2026 | 13,90 € | 603 € |
| 2027 | 14,60 € | 633 € |
Quellen: Fünfte Mindestlohnanpassungsverordnung (MiLoV5); Minijob-Grenze = Mindestlohn × 130 ÷ 3, aufgerundet (§ 8 Abs. 1a SGB IV).
Die Minijob-Grenze ist dynamisch an den Mindestlohn gekoppelt: Sie entspricht 10 Wochenstunden zum Mindestlohn. Steigt der Mindestlohn, steigt automatisch auch die Verdienstgrenze.